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Bezirksverband Kempen e.V. im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V.

Aktuelle Termine

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Liebe Schützenschwestern, liebe Schützenbrüder,


in diesen bewegten und unsicheren Zeiten sind viele von uns noch einmal sehr nachdenklich geworden. Die einen sind in großer Sorge um die Gesundheit ihrer Angehörigen, besonders der gefährdeten und geschwächten, andere achten in besonderer Weise auf das eigene Befinden. Bei vielen ist die existentielle Angst groß: wie wird es mit mir und meiner Arbeit weitergehen? Reichen meine Rücklagen für schwere Zeiten, die jetzt konkret angebrochen sind?

Auch in unseren Bruderschaften sind alle in irgendeiner Weise von der neuen Situation betroffen. Viele haben Gesprächsbedarf, den einen fällt schon jetzt die Decke auf den Kopf und hoffen, dass bald wieder persönliche Treffen von Angesicht zu Angesicht möglich sind. Andere vermissen die Zusammenkünfte und Feste, bei denen man den Alltag einfach mal vergessen kann. Denn wer erträgt schon den täglichen Blick auf steigende Todesfallzahlen oder die unübersehbare Fülle von Expertenmeinungen?

Und das Ganze jetzt auch noch an Ostern.

Ostern ist doch das Fest des neuen Lebens! Stattdessen Bilder von abtransportierten Särgen in aller Welt oder von einem leeren Petersplatz in Rom.

Die Brutalität und die Endlichkeit des Lebens wird uns in einer selten dagewesenen Weise vor Augen geführt. Nichts wird mehr sein wie vorher. Dieses Wort ist schon oft zu hören gewesen. Und es stimmt. Jeder kann es bestätigen, der einen geliebten Menschen durch den Tod verloren hat. Und so wird es auch den Freunden Jesu ergangen sein, dessen Tod alle ihre Zukunftspläne mit ihm durchkreuzt haben. Wer sich einen realistischen Blick auf das Leben erhalten hat, weiß, dass der Tod immer eine Realität ist, vor der man die Augen nicht verschließen kann. Wie oft mussten wir uns von lieben Familienangehörigen oder Mitgliedern unserer Bruderschaften verabschieden. Und das oftmals viel zu früh. Wer das mitgemacht hat, weiß: danach ist nichts mehr so wie vorher.

Erst langsam erholen wir uns nach einem solchen Nackenschlag. Zwischen Tod und neuer Hoffnung liegen oft weit mehr als nur drei Tage wie wir sie an Ostern bedenken. Das war damals so, das erleben wir selbst, wenn wir einen großen Verlust erlitten haben oder wie jetzt in dieser gemeinsamen großen Krise.

Aber wir haben Hoffnung. Es geht wieder aufwärts. Das ist die Botschaft von Ostern. Das Dunkle wird nicht das Letzte sein, sondern das Licht gewinnt die Oberhand. Nach dem Tod kommt das Leben, das unzerstörbar ist.

Viele hoffnungsmachende Zeichen erleben wir in diesen Tagen. Menschen helfen sich gegenseitig in der Not, fragen, wie es dem Anderen geht oder hören einfach zu. Bedienstete in unseren sozialen Einrichtungen und Diensten erfahren auf einmal neue Wertschätzung. Und vieles ist nicht einfach selbstverständlich sondern wird dankbar angenommen. Andere versprechen sich gegenseitige Unterstützung, wenn das Leben - hoffentlich bald - wieder auf Touren kommt.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien, dass Sie gut und behütet durch diese schwere Zeit kommen und den Mut nicht sinken lassen. Der Glaube sei uns in dieser Zeit ein fester Halt, die Beachtung der guten Sitten leuchte uns ein und die neue Erfahrung von Heimat gebe uns Kraft für alles, was kommt.

Seien Sie gut behütet und gesegnet!

Bezirkspräses Thomas Eicker
Bezirksbundesmeister Uli Loyen

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